Als wir im August für das Video „Die vergessene Fabrik! Dynamit AG Alfred Nobel bei Christianstadt“ in Polen waren, wollten wir auch das Projekt „Night in the Woods“ testen. Dafür haben wir uns vorher ein Waldstück in der Nähe rausgesucht, um noch genügend Zeit für die Suche eines Schlafplatzes zu haben.
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Ohne App geht es nicht
Um den richtigen Platz in einem der über 400 Wälder zu finden, die bei dem Projekt beteiligt sind, muss man sich zunächst eine App runterladen. Der Name lautet mBDL und sie ist in englisch und polnisch, also kommt man nur mit deutsch nicht wirklich weit. Hat man sich dann durch die App gekämpft, ich übertreibe ein wenig, und sich für ein Waldstück entschieden, dann heißt es Marsch. Wir sind mit dem Auto in ein kleines Dorf gefahren und haben dort das Auto auf einen kleinen Parkplatz abgestellt. Und ja, es war am nächsten Tag noch da.
Der erste Platz ist meist der Beste
Also ging es dann auf zu unserem Schlafplatz. Laut den Richtlinien ist in den gekennzeichneten Waldstücken das campen für 2 Tage ohne Erlaubnis gestattet. Will man länger an einem Ort verweilen, dann muss man sich beim Förster oder der zuständigen Behörde eine Genehmigung holen. Für eine Nacht war es also nicht notwendig und wir haben auch sehr schnell ein Fleckchen gefunden, dass uns gefallen hat, aber wie es immer so ist, einer will dann doch den noch besseren Platz finden und so ging es einen Berg hinunter, nur um sich danach wieder nach oben zu quälen.

Nach der ganzen Plackerei, schaut euch dazu das Video an, konnten wir dann ganz in Ruhe das Lager aufschlagen und uns dem gemütlichen Teil der Tour widmen.

Zum Glück war das Wetter nicht zu trocken und wir konnten ein kleines Feuer entfachen. Schnell ein kleinen Steinkreis gelegt und die Bushbox angefeuert. Auch das Wasser für unser Essen hat dann schnell gekocht.
Nudeln gehen immer
Florian kam beim einkaufen auf die gute Idee, das wir uns Nudeln kochen sollten, also die Nudeln rein ins Wasser und warten bis sie weich genug sind. Danach die fertige Soße dazu und fertig ist das 5 Sterne Essen bei „Night in the Woods“. Dazu gab es noch ein fast kühles polnisches Hopfengetränk. Perfekt

Nach dem Essen und einem kleinen Fotoshooting ging es dann ab in den Schlafsack. Ich glaube aufgrund dessen, das es nicht regnen sollte, haben wir kein Tarp aufgebaut, sondern direkt unter freiem Himmel geschlafen.

Fazit
Wie hat es uns gefallen? Eine wirklich innovative Idee, die dort in Polen ausprobiert wird und wir wünschten uns das gleiche oder ein ähnliches Modell für Deutschland. Jeder der als Bushcrafter oder Biwaker unterwegs ist, der kennt das Problem mit dem Schlafplatz finden. Ist es hier erlaubt oder nicht? Dieses Problem ließe sich über eine solche App regeln.
Falls einer von euch, der diesen Text liest, eine App für Deutschland kennt, der kann sich gerne in den Kommentaren verewigen.
Und bis dahin, wir sehen uns!